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Geschichte
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Entstehung - Wappen - Sehenswürdigkeiten - Berühmte Personen - Zahlen |
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Die Entstehung des Ortes 1158 Mutingin, im 14. Jahrhundert Mutingen (Sippe Muoto), seit 1320 Meitingen, später zur Unterscheidung Niedermeitingen genannt.
1600 v. Chr. Grabfunde aus der Bronzezeit (im Jahre1974 wurden diese 800 m südwestlich der Kirche und 1989 im nördlich Baugebiet gefunden)
800 v. Chr. Urgeschichtliche Bodenfunde aus dem Jahr 1959 lassen auf eine Ansiedlung in der jüngeren Hallstattzeit (frühere Eisenzeit) schließen
15 v. Chr. Am nördlichen Ortsrand des alten Dorfes führte die „Via Claudia“, die römische Verbindungsstraße Augsburgs mit dem alten Römerreich, vorbei.
450 n. Chr. Besiedelung der Untermeitinger Region durch die Alemannen
955 n. Chr. Schlacht auf dem Lechfeld
1158 1. Urkundliche Erwähnung der Pfarrkirche St. Stephan. Der Turm der hochgelegenen Kirche stammt aus romanischer Zeit, der achteckige Oberbau mit Zwiebelhaube wurde 1677 aufgesetzt.
1592 Die Geschichte Untermeitingens ist wesentlich mit dem Namen des Herrschergeschlechts der Familie Imhof verbunden. Der damalige Bürgermeister von Augsburg, Raimund Imhof, erwarb die Herrschaftsrechte und Güter in Untermeitingen. Damit wurde die Linie der Imhofs zu Untermeitingen begründet. Die Augsburger Patrizierfamilie Imhof übernahm das Schloss südlich der Pfarrkirche, welches dann in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts neu erbaut wurde.
1603 Regina Imhof wird Stifterin der Maria-Hilf-Kapelle auf dem Lechfeld
1685 Familie Imhof wird in den Reichsfreiherrenstand erhoben
1733 Freiherr Anton von Imhof lässt das Spital, das heutige Haus Imhof, erbauen. Hier wurde eine unentgeltliche Unterbringung und Verpflegung für arme und alte kränkliche Menschen aus den Kreisen der Untertanen und der Dienerschaft geschaffen.
1830 1. Schulhausbau in Untermeitingen beim Schloß
1859 Errichtung eines Übungslagers des Bayerischen Heeres auf dem Lechfeld
1862 Bau der 1. Stahlbrücke über den Lech östlich von Schwabstadl
1871 Das Schlossgut sowie das Hofgut wurde von der Familie von Imhof an die Familie Rieder verkauft
1903 Bau des 2. Schulhauses in der Von-Imhof-Straße (seit 1964 Rathaus)
1927 Flurbereinigung der Gemarkung Untermeitingen
1934 Bau der Ulrichskapelle und Durchführung des 1. Ulrichsrittes am Totenhügel
1944 Bombardierung des Lechfeldes durch amerikanische Bomber
1945 Im April erfolgte der Einmarsch der amerikanischen Truppen
1952 Erlaubnis zum Bau eines Kinos in der Kinosiedlung
1964 Schulhausneubauten in Untermeitingen (heutige Grundschule) und Lagerlechfeld
1969 Bau einer Mehrzweckhalle mit Schwimmbad
1978 Bau des 1. Kindergartens, der heutige Von-Imhof-Kindergarten
1986 Renovierung des Spitals und Umbenennung in Haus Imhof
1989 Neubau des Rathauses und Neugestaltung der Rathausplatzes
1992 Einweihung des Lechfeld-Kindergartens
1994 Einweihung des Gießenburg-Kindergartens
1996 Neubau einer Hauptschule
2004 Renovierung und Umbau der Mehrzweckhalle
Das Wappen Die Beschreibung des Wappen lautet: In Rot über drei, zwei zu eins gestellten sechsstrahligen goldenen Sternen ein silberner Seelöwe.
Der Inhalt des Hoheitszeichens ist wie folgt zu begründen: Die Sterne stammen aus dem Wappen des seit dem 14. Jahrhundert nachgewiesenen Geschlechts der Gollenhofer. Der Seelöwe erinnert an die mit der geschichtlichen Entwicklung von Untermeitingen seit 1578 ebenfalls aufs engste verbundene Patrizierfamilie des Freiherren von Imhof.
Sehenswürdigkeiten Kirche St. Stephan (Schlossberg) (altes Bild vor der Renovierung) Die katholische Pfarrkirche St. Stephan wurde erstmals im Jahr 1158 urkundlich erwähnt. Der Turm der hochgelegen Kirche stammt aus romanischer Zeit, der achteckige Oberbau mit Zwiebelhaube wurde 1677 aufgesetzt. Chor und Teile des Langhauses sind um 1500 entstanden, ein Umbau mit Verlängerung fand 1720 statt. In der Zeit von 1891 bis 1895 erfolgte eine Vergrößerung und Umgestaltung. Im Chorgestühl befinden sich Schnitzreliefs der Vierzehn Nothelfer aus dem frühen 16. Jahrhundert. Die Kirche enthält bemerkenswerte Grabdenkmäler der Familie Imhof und ein Epitaph aus dem Jahre 1576.
Schloss (Schlossberg) Das Schloss gegenüber der Kirche – heute ein Gasthof – gelangte 1592 in den Besitz der Ausburger Patrizierfamilie Imhof, die es in der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts neu erbaute. Der stattliche Baukomplex ist von einer alten Mauer mit Schalentürmen umgeben. Im Inneren sind vor allem das Treppenhaus mit prächtig geschnitztem Geländer (Mitte 18. Jahrhundert), der Saal mit Stuckdecke und einer Reihe großer barocker Ölbilder von Bedeutung.
Haus Imhof (Rathausplatz) Freiherr Anton von Imhof lässt 1733 ein Spital erbauen. Aus dieser Zeit stammt das heutige Gebäude, dessen Hauskapelle an dem halbkreisförmig vorspringenden Chor von außen zu erkennen ist. Im Spital wurde eine unentgeltliche Unterbringung und Verpflegung für arme und alte kränkliche Menschen aus den Kreisen der Untertanen und der Dienerschaft geschaffen. Dieses Haus wurde 1986 renoviert und erhielt als Bürgerhaus den Namen „Haus Imhof“. Heute befinden sich darin die Gemeindebücherei, das Trauzimmer, die Geschäftsstelle des Sportvereines, das Archiv des Heimatvereines Lechfeld und ein Saal für Veranstaltungen.
Imhofvilla und Gängele Die Imhofvilla ist älter als das Haus Imhof. Leider ist das Jahr der Erbauung nicht bekannt. Von 1955 bis 1965 war in diesem Anwesen das Rathaus untergebracht. Das Gängele ist die direkte Verbindung zwischen Schlossberg und Rathausplatz.
Ulrichskapelle auf dem Totenhügel Der Totenhügel war entstanden, als im Jahre 1881 der alte, zu klein gewordene Friedhof an der Nord- und Südseite der Kirche aufgelassen und das Erdreich zu einem Hügel zusammengetragen wurde. Bis 1934 lag der Hügel kahl und brach da. Am 08. Juli 1934 wurde die seinerzeit erbaute Kapelle auf dem Totenhügel von Pfarrer Brenner eingeweiht. Zugleich fand der 1. Ulrichsritt statt.
Gießenburg Südlich von Untermeitingen, an der Grenze zu Obermeitingen, lag am Rande der Hochstraße die Gießenburg, vielleicht Sitz des Ministerialgeschlechts der Ritter von Gissen. Der Weiler Gießenburg, 1773 aus 3 Häusern, 1818 aus 8 Häusern (24 Einwohnern) bestehend, fiel 1830 einer Brandstiftung zum Opfer. Die durchwegs armen Bewohner zogen in den Ort Untermeitingen.
Kapelle an der Schulstraße Die Kapelle in der heutigen Schulstraße stand früher am Fußweg von Untermeitingen nach Klosterlechfeld zur dortigen Wallfahrtskirche. Sie wurde 1960 abgebrochen und musste einem Neubaugebiet weichen. Im Jahre 1982 wurde sie originalgetreu nur wenige Meter vom alten Standort entfernt, wieder aufgebaut.
Kapelle Ecke Lechfelder- /Von-Imhof-Straße Erwähnenswert ist auch der Bildstock an der Ecke Lechfelder- /Von-Imhof-Straße. Leider gibt es hier keine Aufzeichnungen über den Erbauer bzw. über das Erstellungsjahr.
Berühmte Persönlichkeiten Familie von Imhof Die Geschichte Untermeitingens ist wesentlich mit dem Namen des Herrschergeschlechts der Familie Imhof verbunden. Der damalige Bürgermeister von Augsburg, Raimund Imhof, erwarb die Herrschaftsrechte und Güter in Untermeitingen. Damit wurde die Linie der Imhofs zu Untermeitingen begründet. Die Augsburger Patrizierfamilie Imhof übernahm das Schloss südlich der Pfarrkirche, welches dann in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts erneuert wurde. Die bekannteste Persönlichkeit, Regina Imhof, ließ im Jahre 1603 die Maria-Hilf-Kapelle auf dem Lechfeld erbauen.
Pfarrer Karl Bißle (1883-1944) Das Ehrenbürgerrecht erhielt Pfarrer Karl Bißle Mitte November 1933 in Anerkennung seiner langjährigen Tätigkeit in Untermeitingen
Dr. Joseph Anton Endres (1863 – 1924) Hochschulprofessor Dr. Joseph Anton Endres, als Lehrer und Schriftsteller auf theologischem und philosophischem Gebiet zu seiner Zeit vielgenannt, ein hochgradiger Kunsthistoriker.
Die Gemeindeteile Lagerlechfeld und Kinosiedlung LagerlechfeldDer Ortsteil Lagerlechfeld wird von den politischen Gemeinden Untermeitingen und Graben verwaltet. Im Gemeindebereich von Untermeitingen leben derzeit ca. 1.100 Einwohner.
Ein kleiner Blick in die Vergangenheit lässt erkennen, dass eine Flut geschichtlicher Ereignisse mit dem Lechfeld eng verbunden ist. Das Lechfeld bot sich zu allen Zeiten als Schlachtfeld an. Im Verlauf der Jahrtausende sind durch Kriegsereignisse, Gefangenenlager, Massenausrottungen und Seuchen auf dem Lechfeld umgekommen: Kelten, Römer, Germanen, Frühchristen (Frühzeit); Awaren (8. Jahrhundert); Ungarn (955); aufständische Bauern (1525); viele Einheimische (Dreißigjähriger Krieg; Kriege des 18. Jahrhunderts, französische Revolutionskriege); Franzosen, Zuaven und „Turkos“ (1870/71); kriegsgefangene Franzosen, Engländer, Italiener, Russen, Rumänen, Serben, deutsche Soldaten (1914 bis 1919); verwundete und kranke deutsche Soldaten (1940 bis 1949); Juden (1944); Flüchtlinge (1946).
Der bis ins 19. Jahrhundert hinein weitgehend aus Heide bestehende östliche Teil des Lechfeldes verlockte nicht nur Kolonisten zur Ansiedlung (Königsbrunn), sondern weckte auch das Interesse der militärischen Führung. 1860 wurde dann ein Schießplatz auf dem Lechfeld eingerichtet.
Sieht man von den Lagern ab, die Kriegsvölker und Neusiedler zu allen Zeiten errichtet haben, so beginnt die eigentliche Lagertradition der Durchreisenden auf dem Lechfeld im Jahr 1870. Am 13. August 1870 trafen die ersten Franzosen ein, im Verlauf des Krieges wurden es 9.000, darunter auch französische Kolonialsoldaten, Zuaven und sogenannte „Turkos“.
Im Ersten Weltkrieg sah Lechfeld rund 20.000 Kriegsgefangene. „Lechfeld – Schicksalsfeld“, mit Recht wurde dieser Begriff geprägt.
1877 wurde die Bahnstation Lagerlechfeld erbaut. Somit entstand eine Schienenverbindung zwischen Augsburg und Landsberg, die bis zum heutigen Tag den Güter- und Personenverkehr bewältigt. Die entlang der Bahnlinie zwischen 1900 und 1910 entstandenen privaten Häuser wurden infolge der Kriegseinwirkungen stark beschädigt und teilweise unbewohnbar.
Der Beginn der Militärfliegerei geht auf das Jahr 1910 zurück; eine Halle für zwei Doppeldecker wurde gebaut. Die Entwicklung von Kampfflugzeugen wurde auch während des Zweiten Weltkriegs fortgesetzt; das Raketenflugzeug M 163 und das erste Düsenflugzeug der Welt (ME 262, geflogen von General Galland) wurden in Lechfeld erprobt. In der Rüstung waren rund 1.000 Personen beschäftigt, darunter auch russische Kriegsgefangene und KZ-Häftlinge aus Hurlach. Im Jahre 1944, nach den großen Luftangriffen der Alliierten, lagen die meisten Gebäude des Flugplatzes in Trümmern. Was an militärischen Einrichtungen stehen blieb, wurde von den Siegermächten durch Sprengungen beseitigt. Am 7. Juli 1956 erfolgte die 1. Flaggenhissung durch die Bundeswehr.
Kinosiedlung Die Gründung des Ortsteiles „Kinosiedlung“ am Ortsrand von Klosterlechfeld geht auf die Erbauung eines Kinos Anfang 1950 zurück. Dieses wurde 1954 als Lichtspieltheater in Betrieb genommen. In den 50er und 60er Jahren siedelten sich weitere Häuser um das Kino an.
Zahlen und Daten Die Gesamtfläche der Gemeinde Untermeitingen umfasst 15,83 Quadratkilometer.
Einwohner
am 13.09.1959 2.164 am 31.12.1984 4.558 am 31.12.2000 6.339 am 30.06.2005 6.371 |
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Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 3. August 2006 )
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September 2010 |
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Wer ist Online |
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Aktuell 10 Gäste online |
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